Nora Melling

portrait Als kleines Mädchen bekam ich einen gelben Filzstift geschenkt, in einem Geschäft als Zugabe. Ich habe mir überlegt, ob man damit vielleicht nicht nur Bilder, sondern auch seine Haare gelb malen könnte. Darüber schrieb ich mit krakeligen Erstklässlerbuchstaben meine erste Geschichte. Seitdem habe ich zwar mal ein paar Jahre Pause gemacht, aber nie ganz aufgehört mit dem Erfinden von Geschichten. Inzwischen weiß ich sogar, wie man ganze Romane schreibt.

Ich wurde 1964 in Hamburg geboren und habe nach dem Abitur eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen. Zum Studium zog ich nach Berlin und blieb. Jetzt lebe ich mit meinem Mann und vier Kindern in Berlin Zehlendorf. Der schönste und größte Wald hier in der Nähe ist der Grunewald. Und schon wieder fallen mir Geschichten ein. Was wäre wohl, wenn es in den verborgenen Winkeln des Grunewalds Werwölfe gäbe? Wem das wohl auffiele in einer Stadt wie Berlin?

Die Geschichte von Luisa, die da in meinem Kopf wuchs, war wilder und unbändiger als die Geschichten zuvor. Sie ließ sich nicht im Computer einsperren, sie wollte raus aufs Papier. Und so bin ich jetzt, dank „Schattenblüte“ auch Autorin.