Die Vorab-Leseprobe ist online!

Manche haben es vielleicht schon gesehen: Der Rowohlt-Verlag stellte auf seiner Facebook-Seite in dieser Woche vier der Bücher vor, die im Oktober erscheinen werden. Von einem davon sollte die Leseprobe bereits in dieser Woche online gestellt werden. Die Leserinnen und Leser durften abstimmen, welche Leseprobe gewünscht wurde, und Schattenblüte Die Erwählten hat die Abstimmung mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Daher können jetzt alle, die möchten die ersten zwei Kapitel aus dem neuen Schattenblüten – Band lesen.
Viel Spaß dabei. Lasst euch noch einmal in den Wald entführen zu Thursen und Luisa!

Ursprüngliche Version der Szene: Luisa lernt Elias kennen

Dies ist ein Ausschnitt aus einer alten Fassung von Schattenblüte Teil zwei, der später dann „Die Wächter“ genannt wurde. Elias wird in dieser Fassung als Lottis Babysitter eingeführt und nicht als Mitarbeiter im Krankenhaus. Luisa hat in der Szene davor gerade von ihrer Mutter erfahren, dass ihr Vater nicht zu seiner Familie zurückkommt und ist entsprechend aufgewühlt. Erst läuft sie aus ihrer Wohnung, dann besinnt sie sich, dreht um und will mit Anja sprechen, der Mutter von Lilli und Lotti, die im selben Haus unter ihr wohnt.

Diese Szene hat dann letztendlich so doch nicht in das Buch gepasst, und so lernt Luisa im fertigen Buch „Die Wächter“ einen ganz anderen Elias in einer anderen Situation kennen.

Trotzdem viel Spaß mit dem ursprünglichen Elias im Kinderzimmer!     

 Luisa lernt Elias kennen  © Nora Melling

Rasch drehe ich mich um und laufe die Treppe wieder hinauf,  meine Schritte hallen auf den Stufen und die eisig weißen Wände im Hausflur spielen sich das Klappern meiner Schuhsohlen zu. Dann endlich stehe ich atemlos vor Anjas weißer Tür. Ich drücke die Klingel und warte direkt vor dem Türkranz aus getrockneten Blättern, Goldflitter und Gewürzen, dass den Türspion umrankt. Trotzdem nehme ich den Duft von Zimt, Nelken und Orangeschalen kaum wahr. Ich warte, reibe mir die Tränen von den Wangen, schnäuze mir die Nase und klingele noch einmal. Als ich hinter der Tür Stimmen höre, helles Lilli-Lachen und doch keine Schritte in meine Richtung, als ich weiß, dass sie da sind und niemand mich einlassen will, hämmere ich mit der Faust gegen die Tür. Ich hole gerade zu einem weiteren Schlag aus, als die Tür aufschwingt und jemand direkt vor mir im Türrahmen steht. Jemand der nicht Anja ist. Ursprüngliche Version der Szene: Luisa lernt Elias kennen weiterlesen

12.04.2012 Fragerunde auf facebook – FANTASY

Jetzt ist sie gestartet, die Fragerunde auf der FANTASY-Seite von facebook.  (https://www.facebook.com/fantasy.buch) Wer möchte, darf mir dort gerne Fragen stellen zum Schreiben und zu den Schattenblüte-Büchern, zu Luisa und Thursen und den Werwölfen und Elias und was weiß ich noch alles. Ich bin gespannt!

Auf lange Sicht wird diese facebook-Seite wohl die Schattenblüten-Fanseite ablösen. Es ist für euch Leser sicher spannder öfter Neuigkeiten zu ähnlichen Büchern zu lesen als lange auf Interessantes zu einer einzigen Reihe warten zu müssen. Und nur über Schattenblüte kann man eben nicht so viel erzählen.

Elias im Krankenhaus – gestrichenes Kapitel

 Rausgestrichenes Kapitel aus Elias Sicht in Kapitel 33
Dies kurze Kapitel kam ursprünglich im Text nach „Ich nicke. Mehr muss ich nicht tun. Ich nicke, akzeptiere seinen Plan und bin eine Verräterin.“ (Schattenblüte. Die Wächter S. 286 unten)
Allerdings waren wir beim Lektorat der Meinung, dass das Kapitel dem Leser nichts Neues mitteilt und deshalb nicht überarbeitet sondern lieber komplett gestrichen werden sollte.
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Leserunde auf Lovelybooks zu „Schattenblüte. Die Wächter“

„Schattenblüte. Die Wächter“ ist erschienen und ich möchte gerne wissen, wie esBuchcover euch gefällt. Dazu würde ich das Buch gerne mit euch zusammen hier auf Lovelybooks lesen und darüber diskutieren. Natürlich könnt ihr mir auch allgemeinere Fragen stellen und ich würde mich freuen, wenn ihr nach der Leserunde über das Buch eine Rezension schreibt.

Für diejenigen, die an der Leserunde teilnehmen möchten, stellt der Rowohlt Verlag 20 Testleser-Exemplare zur Verfügung. Wenn ihr eines dieser Bücher gewinnen möchtet, bewerbt euch bitte auf LovelyBooks (hier) bis zum 13.03.2012 und erklärt kurz, warum ihr gerne mitlesen würdet.   

Diejenigen die das Buch schon haben, sind natürlich ebenfalls zur Leserunde herzlich eingeladen, genauso wie diejenigen, die das Buch schon gelesen haben und jetzt gerne noch einmal mit anderen darüber „reden“ möchten.

Ich freue mich auf unsere Leserunde!

Unter Engeln

2012 wird das „Jahr der Engel“, zumindest beim Rowohlt-Verlag. Wenn Ihr wissen wollt, was es damit auf sich hat, könnt Ihr Euch schon mal „Unter Engel(n)“ begeben und dort den wunderschönen Video-Trailer anschauen. Warum es hier auch um „Schattenblüte. Die Wächter“ geht? Auch Luisa wird ja in „Schattenblüte. Die Wächter“ auf jemanden treffen, der sozusagen vom Himmel gesandt ist, jemand, der zu denen gehört, die sich „Engelskinder“ nennen. Er ist hilfreich und unterstützt sie, und ohne es zu merken, gibt es plötzlich zwei Männer in ihrem Leben.  Wird Luisa bei ihrem dunklen Werwolf Thursen bleiben – auch wenn sie einige ziemlich finstere Punkte an ihm entdeckt – oder wird sie sich für den lichten, freundlichen „Flügellosen“ Elias entscheiden?
Tja, ihr könnt euch vorstellen, dass Luisa mit viel zu vielen Schwierigkeiten zu kämpfen und wichtigere Probleme zu lösen hat, als dass sie für diese Frage wirklich Zeit hätte…

Und nun lasst Euch verzaubern vom Jahr der Engel

Ursprüngliche Version der Szene: Karr am Bahnhof

Für alle, die wie ich beim Film immer das „Making-of“ anschauen, habe ich hier ein bisschen „Buch Making- of“.  Auf dem Weg von meinem ursprünglichen Manuskript, das damals noch „Windzeit, Wolfszeit“ hieß, bis zum fertigen Buch „Schattenblüte. Die Verborgenen“ musste ich natürlich einiges umschreiben. Die erste große Änderung betraf die Szene, in der Luisa Thursen und Karr am Bahnhof treffen. Karr springt auf und rennt davon, erinnert ihr euch? In „Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist es das Kapitel Vierzehn.
Wenn ihr mögt, findet ihr hier die ursprüngliche Version, in der Karr nicht – naja, lest selbst…

Achtung! Das Folgende ist ein Spoiler für alle, die in „Schattenblüte. Die Verborgenen“ noch nicht bis Kapitel vierzehn gelesen haben!

Luisa trifft Thursen und Karr am Bahnhof © Nora Melling

Sie sind an ihrem gewohnten Platz. Ganz klein da vorne sitzen sie. Der Junge und sein Hund. Vor dem großen Kaufhaus, da, wo man zur U-Bahn hinunter fährt. Ich laufe die Schlosstrasse herunter. Schlängle mich zwischen den Einkaufenden hindurch, an Drehständern, behängt mit Tüchern vorbei und ziehe unter Plüschfiguren, die von niedrigen Markisen baumeln, den Kopf ein. Trabe, renne, muss sie sehen. Ob das Gedicht von Sjöll wohl wahr ist, oder ob es ebenso gelogen ist, wie die Geschichte mit den Silberkugeln? Vielleicht erinnert Thursen sich wenigstens ein wenig, wenn ich ihm seinen Namen sage, und von Agnetha erzähle?

Die Wahrheit ist: Ich sehe ihn vor mir, wie er aufspringt, wieder aussieht wie der glückliche Junge auf Agnethas Foto, der er einmal war. Wie er mich umarmt, küsst und auf ewig mit mir zusammen ist. Wie der traurige Wolf zurückbleibt. Der wütende Werwolf. Wie er sich nie mehr verwandelt. Mensch bleibt. Bei mir bleibt. Froh und frei von Sorgen.

Ich bin vollkommen außer Atem, als ich bei den Beiden ankomme. Lasse mich neben Thursen zu Boden gleiten und drücke lachend sein Wolfsgesicht an mich. Zause sein Fell. Kann nicht sprechen. Luft! Erschöpft lehne ich den Kopf an die Wand. Schließe die Augen. Mein Mund lacht noch immer.

Karr hat eine flache Schale vor sich, in der ein paar Münzen liegen. Ein paar mehr als sonst. Ein guter Tag, ich wusste es. Ein schlunziger Typ mit Vollbart nickt uns zu und lässt im Vorbeigehen drei 50 Cent Stücke klirrend in die Blechschale rutschen. Eine junge Frau mit ihrem knallroten Babybuggy wirft einen Euro hinein. Ursprüngliche Version der Szene: Karr am Bahnhof weiterlesen

Hans Iwer – Oder: Wie man Werwölfe zurück verwandelt

Die Idee, dass sich Werwölfe zurück verwandeln, wenn man ihren Namen sagt, stammt nicht von mir. Ich habe sie übernommen aus einem alten niederdeutschen Gedicht von Klaus Groth, das „Hans Iwer“ heißt. Das Gedicht wurde in der „Sammlung Quickborn“ das erste Mal im Jahre 1852 veröffentlicht, ist also mittlerweile über 150 Jahre alt, und basiert lt. Anmerkungen hierzu auf einer alten Werwolf-Sage. Zitat: „Zugrunde liegt eine Werwolf-Sage. Dem Volksglauben nach muss ein Werwolf (…) bei Anruf seine ursprüngliche Gestalt annehmen, dann aber stirbt er“.  (Ich habe mir mal überlegt, wie alt eine Sage ist, die vor hundertfünfzig Jahren schon „alt war…)

Hans Iwer – Oder: Wie man Werwölfe zurück verwandelt weiterlesen

Bilder im Kopf

Wenn ich gefragt werde, was mir am Schreiben von Romanen am besten gefällt, antworte ich meistens: Dass ich neue Personen erfinden kann. Personen, die es noch nie gegeben hat, beginnen in meiner Phantasie zu sprechen, sich zu bewegen, zu lieben und zu hassen. Diese Personen beginnen ein Leben zu führen, Probleme zu bewältigen, an manchen auch zu scheitern, und ich bin immer die Erste, die erfährt, wie es weiter geht. Das macht Spaß.

Das eigentlich faszinierende, fast magische am Schreiben aber sind die Bilder, die man als Autorin im Kopf von anderen Menschen entstehen lassen kann. Bilder von Menschen und Dingen, die es gar nicht gibt, nehmen durch bloße Worte auf Papier im Kopf von euch Lesern und Leserinnen Gestalt an. Ich habe die von mir erfundenen Personen niemals gezeichnet, ihr könnt es trotzdem.

Wer mir nicht glaubt, dass das mit der Gedankenübertragung funktioniert, muss nur auf die offizielle facebook-Fanseite für Schattenblüte gehen und hier unter „Fotos“ die vielen Bilder ansehen, die von Sjöll, Thursen und Norrock entstanden sind.

Ich danke ganz herzlich all denjenigen, die sich mit ihren Bildern am Wettbewerb beteiligt haben, denjenigen, die noch zu Hause an ihren Entwürfen sitzen und den anderen, die sich bis zum 15. Dezember 2010 noch beteiligen werden. Eure Bilder sind so schön, ihr habt eigentlich alle alle ein iPad verdient.