Schreibtipps

Diese Seite ist leider noch eine Baustelle. Hier werden einmal meine in langjähriger Praxis erprobten Schreibtipps stehen. Bis es soweit ist, verweise ich hier auf die Tipps von Leuten, die mehr Ahnung davon haben als ich.

Häufiger werde ich gefragt: Wie hast du einen Verlag für Schattenblüte gefunden? Soll ich für die Veröffentlichung meines Buches bezahlen? Was nimmt ein Verlag denn so?

Das Aktionsbündnis faire Verlage (“aktionsbuendnis-faire-verlage.com”, nicht “aktionsbuendnis-faire-verlage.de”, das sind andere Leute und die meine ich nicht) hat auf die Frage nach dem Bezahlen eine ganz klare Antwort: Nein!!!

Falls ihr das trotzdem gerne tun möchtet, solltet ihr dazu mal denArtikel Bezahl-Verlage in Spiegel online lesen. Der Artikel “Bezahl-Verlage” handelt genauso wie der Artikel auf dem Blog Autorenschrittmacher “Von einem der auszog, Bezahlverlage ins Stottern zu bringen”. Oder lest den Artikel “Verlag sucht Autoren” in der Süddeutschen Zeitung, der ist allgemeiner gehalten. Und hier in Literaturcafe.de

“Die Bücher von Dienstleisterverlagen werden üblichweise kaum im Buchhandel angeboten” schreibt das Autoren-Magazin mit Hinweis auf ein Gerichtsurteil, nachdem man das öffentlich behaupten darf. Ich möchte nicht wegen irgendwas verklagt werden, daher zitiere ich das hier nur.

Ihr wollt also nicht für eine Veröffentlichung zahlen, denn Dienstleisterverlage sind keine richtigen Verlage (siehe Buchreport express Nr. 33), sondern für euer Manuskript einen richtigen Verlag finden?

Dazu helfen euch Bücher wie

  • Handbuch für Autorinnen und Autoren” von Sandra Uschtrin,
  • das “Deutsches Jahrbuch für Autoren / Autorinnen …” von Manfred Plinke”,
  • Literaturagentur” von Jessen, Meyer-Maluck, Schlück und Schlück.

Wenn das Manuskript fertig ist – richtig fertig, mehrmals überarbeitet, ein Zeitlang liegen gelassen, nochmal überarbeitet – kann man sich damit bewerben. Dazu schickt man normalerweise ein Expose, in dem man den Inhalt der Geschichte kurz und spannend schildert, und eine Leseprobe vom Anfang des Manuskriptes. Wie das mit dem Expose geht, beschreibt z.B. Hans Peter Roentgen in seinem Buch “Drei Seiten für ein Expose“. Zur Textprobe, jedenfalls zum Anfang derselben, hilft: “Vier Seiten für ein Halleluja” von Hans Peter Roentgen. Wenn euer Buchprojekt Interesse weckt, wird man euch bitten, das komplette Manuskript einzusenden. Ich drücke die Daumen.

Ziel des Ganzen ist  ein Verlagsvertrag. Wie so ein Verlagsvertrag aussehen könnte, kann man zum Beispiel auf den entsprechenden Seiten von Mediafon nachlesen.

Und wenn es nicht klappt: Einfach weiter schreiben und an sich arbeiten. Verlage sind Wirtschaftsunternehmen, die Texte nur dann zu Büchern werden lassen, wenn sie hoffen, dass sie damit auch Geld verdienen können. Sie müssen schließlich ihre Angestellten bezahlen. Vielleicht liegt euer jetztiger Text einfach gerade nicht im Trend und das nächste Manuskript kommt besser an. Damit, seinen Schreibstil zu verbessern kann man jedenfalls nichts falsch machen. ;-)

An alle, die noch keine fertigen Manuskripte haben: Bitte, macht nicht den zweiten Schritt vor dem ersten! Wenn man sich vornimmt, Möbeltischler zu werden, sollte man auch erstmal ausprobieren, ob und wie man einen soliden Stuhl bauen kann, bevor man sich an die Möbelhäuser wendet. (Und erste Stühle wackeln meistens noch irgendwie …)

Zu dem Problem, wie man denn nun einen soliden, wackelfreien Stuhl baut – sorry, ein lesbares, spannendes Buch schreibt -  fand ich diese Bücher ganz hilfreich:

  • Wie man einen verdammt guten Roman schreibt” und  die Fortsetzungen dazu von James N. Frey
  • Wort für Wort” von Elisabeth George
  • Wenn einem mal das genau richtige Wort fehlt, hilft, jedenfalls mir,  “Sag es treffender” von A.M.Textor

Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel bietet günstige und gute Schreibkurse an.

Super Schreibtipps gibt auch der bekannte Autor Andreas Eschbach auf seiner Website, ebenso Markus Heitz und Petra Schier.

Kerstin Pflieger beschreibt in ihrem Blog unter dem Stichwort “Über das Schreiben“, wie ihr Roman “Die Alchemieder Unsterblichkeit”  entstanden ist.

Der Autorenhaus-Verlag bietet eine ganze Reihe Bücher zum Thema Kreatives Schreiben an.

Außerdem kann ich noch das Autorenforum Montsegur empfehlen, im öffentlichen Bereich kann dort jeder mitlesen.

Guckt doch auch mal ins Literaturcafe.de.

Vielleicht ist auch “Dashas Kolumne über das Schreiben” auf Lizziynet etwas für euch.

 

Ich hoffe, alles läuft für euch so, wie ihr es euch erträumt. Erträumt? Vielleicht macht euch das Video “Imaginary Writing Process” von Jackson Pearce auch so viel Spaß wie mir?

 

Und hier die “etwas anderen”  Schreibtipps.

Für die unter euch, die mit viel Mühe und Phantasie, oft noch neben der Schule, eine Geschichte geschrieben haben. Eine Geschichte, die so lang und toll und umfangreich geworden ist, dass sie ein Buch werden könnte. Wie wird diese Geschichte ein Buch, ohne dass man sie zigmal bei Verlagen/Agenturen anbieten muss und sich vielleicht anhören muss, dass man noch nicht gut genug schreibt oder nicht das geschrieben hat, was derVerlag sich vorstellt oder dass genau diese Art Geschichten sich generell im Moment so gar nicht gut verkauft? Wie schafft man es, dass diese Geschichte genau so, wie man sie sich ausgedacht hat, (naja, also meistens auch ohne Hilfestellung durch ein professionelles Lektorat…) zwischen zwei Buchdeckel kommt?

Selber machen. Zum Beispiel bei BOD (books on demand), Lulu , epubli oder Ruckzuckbuch oder bei einem vergleichbaren print on demand Anbieter. (“Print on demand” bedeutet, vereinfacht gesagt, man lässt nicht gleich bergeweise Bücher drucken, die bergeweise Geld kosten, sondern es wird immer nur dann ein Buch hergestellt, wenn jemand eins haben möchte) Vielleicht interessiert euch der “Praxistest Print on Demand mit Bod und Lulu” auf Literaturcafe? Vergleicht die Preise und die Leistungen! Euch ist sicher wichtig, dass das Buch eine ISBN-Nummer bekommt, dann kann jeder, der es gerne kaufen möchte, euer Buch über die Buchhandlungen bestellen.  Denn das genau bedeutet ja “überall erhältlich”. Nicht, dass das Buch überall in den Läden liegt, sondern dass man es von den Buchhandlungen bestellen lassen kann, wenn man weiß, wie es heißt. Und das ist das Problem: Werbung für euer Buch müsst ihr natürlich auch selbst machen.

Zum Theam eBooks hat Cornelia Lotter für Literaturcafe.de den Verlag dotbooks interviewt. “dotbooks: Der Unterschied liegt in der Verlegerischen Kompetenz”

Viel Spaß mit dem eigenen Buch!

Achtung: Das alles hier sind meine persönlichen Meinungen bzw. das, was ich so gehört habe, hier und da. Ich kann weder dafür garantieren, dass meine Tipps richtig, noch dass sie vollständig sind.