Jennys Schattenblüten-Tattoo – Eine Entstehungsgeschichte

Eines Morgens wurde mir bei facebook ein Beitrag angezeigt, aus dem ich erfuhr, dass Jenny Minusch in ihrem Blog nicht nur die Schattenblüten-Trilogie sehr gelobt hatte, sondern dass sie sich tatsächlich ein Bild der Schattenblüte in die Haut tätowieren lassen hat. Ich war vollkommen sprachlos und nahm sofort Kontakt zu Jenny auf. Es stimmt tatsächlich. Weil mir diese Geschichte so ganz und gar unglaublich vorkam, habe ich Jenny gebeten, sie selbst zu erzählen. Hier ist sie nun, die Geschichte von Jennys Schattenblüten-Tattoo:

Jenny Migusch 2 kleiner 077

Eine ganz besondere Entstehungsgeschichte..

Ich liebe Bücher und ich liebe es meine Tattoos selbst zu entwerfen, denn nur dann sind sie einzigartig. Dabei lasse ich mich von allem inspirieren was mir in meinem Leben begegnet – und vor etwas mehr als einem Jahr begegnete mir ein ganz besonderes Buch. Schattenblüte – Die Verborgenen!
Die Idee für ein Tattoo zu diesem Buch kam schon sehr bald nachdem ich es aus gelesen hatte, doch es sollte noch lange dauern bis sich daraus ein richtiges Bild ergab was man auch als Tattoo umsetzen konnte.

Jedes Mal wenn ich das Buch las – und später dann auch das Zweite -, geisterte dieser Plan in meinem Kopf herum und wollte in die Tat umgesetzt werden. Doch ich schaffte es einfach nicht ein Bild in meinem Kopf zu formen, weil da so viele Ideen waren die für mich zum Buch gehörten und wichtig waren. Aufjedenfall zum Beispiel wollte ich die Blüte mit einbauen, da sie auch eine meiner Lieblingsblumen darstellt und dann noch in schwarz war, was sich immer in meiner Kleidung wieder spiegelt und eine große Rolle in meinem Leben spielt. Aber da war noch so viel mehr, was ich toll fand..

Natürlich wollte ich auch die Wölfe einbringen und irgendwann dann auch eine Verbindung zu den Engeln, doch ich wollte einfach keine Engelsflügel und war nach einer Weile dann doch wieder frustriert und legte alles wieder auf Eis.

Ich sprach mit meiner besten Freundin über die Bücher, weil sie mich nach dem Buch fragte was ich während des letzten Jahres so begeisternd gelesen hatte und wieder kam der Tattoo-Geist aus dem Hintergrund hervor. Mittlerweile war es Herbst geworden und der letzte Band der Schattenblüte-Trilogie stand kurz vor dem Erscheinen. Natürlich war ich neugierig, wie ein kleines Kind auf sein Weihnachtsgeschenk, wie die Geschichte wohl zu einem Ende kommen würde und war über glücklich als ich den letzten Band endlich in Händen hielt.

Als ich es las entwickelte sich langsam endlich eine konkrete Idee zu meinem lang ersehnten Tattoo! Ich wollte die Blüte im Vordergrund haben, groß und präsent und ich wollte einen Wolf im Wolfskreis haben, denn ich liebte diese Stellen am meisten – sie strahlen eine unglaubliche Macht aus, die mich fasziniert.

Also setzte ich mich wieder mit Stift und Papier an die Arbeit und zum ersten Mal, seit mir die Idee vor einem Jahr kam, brachte ich die ersten Bleistiftstriche zu Papier..

Auf meinem Bett herschte ein regelrechtes Chaos – kreatives Chaos natürlich^^ Vor mir lagen unzählige Skizzen erster Blüten, Wölfe, Federn, Raben und Blättern und natürlich auch die Bücher, die mir so ans Herz gewachsen waren.

Immer wieder verwarf ich einige Ideen, las einige Passagen in den Büchern nach und hatte dann nach ca. einer Woche die Blüten fertig, so dass sie mir wirklich gefielen. Doch dann war ich wirklich am verzweifeln, denn mir wollte einfach kein Wolf gelingen, der aus meinen Blüten heraus heulte.

Ich dachte mir, dass es perfekt wäre, wenn der Wolf aus den Schattenblüten heraus käme und sein Lied sang – so sollte mein Tattoo aussehen und nicht anders! Ich heulte mich bei meiner besten Freundin aus, weil ich einfach nicht mehr wusste wie ich es umsetzen sollte und sie hat sich sofort an die Arbeit gemacht. Ohne sie wäre ich in der Situation wirklich aufgeschmissen gewesen, denn sie war es, die schließlich eine Vorlage für meinen Wolf im Internet fand und mir zu schickte.

Endlich hatte ich eine Vorlage nach der ich zeichnen konnte und es gelang mir endlich das letzte Teil des Puzzels hinzuzufügen und mein Tattoo zu vollenden!

Bild1 Zeichnung
Bild1 Zeichnung

Mit meiner Zeichnung ging ich dann zu meiner Tattowiererin, die dem Tattoo einen letzten Feinschliff verpasste und es dann ENDLICH auf meine Haut brachte.

Ich danke dir, Jenny, für diesen Bericht.

 

NaNoWriMo 2013 – Rückblick

2013-Winner-Facebook-CoverJetzt habe ich also NaNoWriMo „gewonnen“. Ich habe mehr als 50.000 Wörter in einem Monat geschrieben. Das bedeutet, sich jeden Tag hinzusetzen und zu schreiben. Wenn es noch nicht gereicht hat, zurück an den Schreibtisch, noch mal hinsetzen und notfalls abends nach dem Abendessen noch mal, so lange, bis dieser verflixte Tageswörterzähler bei Erreichen der 1667 Wörter endlich grün wird.  Am nächsten Tag das gleiche. Und was habe ich davon? Tja. Vielleicht war alles unnütze Zeitverschwendung? Vielleicht kann ich gar nicht schreiben, vielleicht werde ich nie wieder ein Buch veröffentlichen, vielleicht war es nur reines Glück, dass die Schattenblüten-Trilogie gedruckt wurde vielleicht….

Was habe ich denn nun wirklich von meiner Teilnahme am NaNoWriMo – außer den schmerzenden Händen vom vielen Tippen natürlich?

2013-Winner-Vertical-BannerEinen Monat lang konnte ich mich mitreißen lassen von der Euphorie, die über 300.000 Menschen weltweit verbreitet haben. Einen Monat lang haben die Zweifel in meinem Kopf (siehe oben) mal die Klappe gehalten. Und jetzt, am Ende des NaNo-Experiments habe ich ein neues Manuskript, zwar struppig und mit ein paar kleinen und größeren Schlaglöchern im Erzählfluss, aber unverkennbar ein Manuskript. 52737 Wörter, von denen ich die meisten in den ersten 25 Novembertagen geschrieben habe. Ich hätte nie gedacht, dass das tatsächlich so schnell geht, ehrlich nicht. Demnächst muss ich mich also ans Stopfen der Löcher, ans Bügeln der Knitterfalten im Text und am Ende ans Hochglanzpolieren machen. Aber erst einmal steht Weihnachten vor der Tür, eine gute Zeit das Manuskript ruhen zu lasen und Abstand zu gewinnen. Und dann, im nächsten Frühling, wenn es fertig überarbeitet ist, dann kann mein NaNo-Manuskript die Reise durch die Verlage antreten. Und mit etwas Glück wird dann ein Buch aus dem, was ich da geschrieben habe im November.

Zweitens habe ich endlich das Planen gelernt. Weil ich ja, den Regeln nach, erst genau am ersten November mit dem eigentlichen Schreiben des Textes anfangen sollte, hatte ich die Zeit vorher zum planen genutzt. Das heißt, ich hatte zum ersten Mal aufgeschrieben, was ich schreiben wollte. Und zwar alle Beschreibungen für alle Menschen die in der Geschichte vorkamen und alle Szenen. Nicht nur die ersten paar Szenen am Anfang, in der Hoffnung, dass mir die weiteren Szenen dann schon beim Schreiben einfallen würden. Alle! (Okay, ein paar sind mir dann trotzdem zusätzlich noch beim Schreiben eingefallen, aber das ist ja auch in Ordnung so.) Und, ja, es macht das Schreiben wirklich einfacher, besonders, wenn man sich zu Beginn jeder Szene noch mal überlegt, was man eigentlich schreiben will. Fazit wäre sozusagen, dass ich offenbar insgesamt schneller schreibe, wenn ich NICHT schreibe. Jedenfalls wenn ich nicht gleich mit der ersten vagen Idee im Kopf drauflos schreibe, sondern stattdessen erst einmal vernünftig plane.

Und da wäre noch ein Drittes, was ich als „Gewinnerin“ vom NaNo 2013 mitnehme: Ich durfte das Schreib-Programm „Scrivener“ zum halben Preis kaufen. Diese Chance habe ich natürlich, neugierig wie ich bin, genutzt. Scrivener, heißt es, erleichtert die Planung einer Geschichte und hilft, die Übersicht über ein Manuskript zu behalten. Ich hoffe also darauf, in Zukunft keine Zettel mit Szenenideen mehr an meine Tür zu kleben, sondern virtuelle Zettel auf einer virtuellen Pinnwand herumschieben zu können. Mehr zu Scrivener werde ich aber erst erzählen, wenn ich es auch getestet habe.

Für mich hat sich der NaNoWriMo auf jeden Fall gelohnt!

Self-Publisher-Stammtisch in Berlin

Abendmahl ohne Leonardo 1414719_1397869617120012_533472459_nBücher werden von Verlagen gemacht. Normalerweise. Als Autorin verfasst man den Inhalt, die Agentin vermittelt an einen Verlag, der Rest der Buchherstellung liegt in den Händen des Verlages. Lektorinnen kümmern sich um Lektorat und Redaktion, die Herstellungsabteilung bringt alles in ein hübsches Seitenbild. Um die gedruckten Seiten herum kommt ein Cover, das erstellen zu lassen wieder in den Händen einer anderen Verlagsabteilung liegt. Der Klappentext ist ebenso wie der Titel im Wesentlichen auch wieder Sachen des Verlages, des Verlages, der anschließend die Werbeaktionen plant und das Buch in die Buchhandlungen bringt.
Ein ganzes Team an Spezialisten, die dafür sorgen, dass am Ende ein fertiges Buch entsteht.

Im Normalfall. Das ist nämlich mittlerweile nicht mehr immer so. Im letzten Monat habe ich eine kleine Gruppe mutiger Autoren und Autorinnen kennengelernt, die nehmen das alles selbst in die Hand. Daphne Unruh, die gerade „Schattenmelodie“ den zweiten Band der „Zauber der Elemente“- Reihe veröffentlich hat, hatte mich eingeladen, einmal beim Berliner Self-Publisher-Stammtisch mit dabei zu sein. Es war wirklich spannend, die Geschichten der Autorinnen und Autoren auf ihrem Weg zum Self-Publishing-Erfolg zu hören. Von Hartz IV zur Bestsellerautorin, wo gibt es das sonst schon? Und sie machen wirklich alles selbst. Einige wie Daphne, schreiben nicht nur Geschichten, sondern erstellen auch ihre Cover selbst. Andere, wie z. B. Michael Meisheit, lassen sich die Cover nach eigenen Vorgaben designen. Allen gemeinsam war jedoch, dass sie selbst entscheiden, welchen Titel ihr Buch haben soll, was das Titelbild sein soll, wo und wie geworben wird und was es kosten soll. Die Self-Publisher, die ich kennengelernt habe, müssen sich auch um das Lektorat selbst kümmern, etwas was ja sonst auch ein Verlag übernehmen würde.

Lektorat. Ich muss zugeben, ich hatte eine Menge Vorurteile gegenüber selbst publizierten E-Books. Zu oft sind mir halb fertige Machwerke ohne Rechtschreibkorrektur und ohne erkennbares Lektorat auf meinen E-Book Reader geraten, die von der Geschichte her vielleicht ganz spannend hätten werden können, aber in dem Zustand, in dem sie angeboten wurden, das Wort „Buch“ einfach noch nicht verdienten. Nun gut, vielleicht hätte ich nicht immer bei den Umsonst-Angeboten zuschlagen sollen, da bin ich wohl selbst schuld. Ein Lektorat kostet eben Geld, das dann über den Buchpreis wieder herein kommen muss. Inzwischen jedenfalls habe ich eine Menge anderes gelesen, spannende Geschichten, die denen aus den Verlagen in nichts nachstanden. Mit Kira Gembri zum Beispiel konnte ich „Verbannt zwischen Schatten und Licht“ tauschen, das zu lesen mir viel Spaß gemacht hat. Daphnes „Schattenmelodie“ habe ich jetzt auch, nachdem wir schon den ersten Band, „Himmelstiefe“ getauscht hatten. Und als Nächstes muss ich mir unbedingt etwas von Eileen Janket besorgen, die ja auch in meinem Lieblingsgenre schreibt. Schade, dass ich keine Gelegenheit hatte, auch noch mal ausführlicher mit Nika Lubitsch und Rebecca Cantrell zu sprechen, die ein bisschen weiter weg saßen. Und wie ihr auf dem Foto seht, war selbst Matthias Mattig, der „Self-Publishing-Pabst“, zugegen.

(c) des Fotos: Mike Beuke

NaNoWriMo 2013 – Halbzeit

2013-Participant-Vertical-BannerWie läuft er jetzt, mein erster NaNoWriMo? Eigentlich wollte ich natürlich schon nach der ersten Woche eine Art ersten Eindruck schreiben, aber, tut mir leid, dazu hatte ich gar keine Zeit. Überhaupt keine! Ich bin nämlich ganz in meiner Geschichte versunken. Zum ersten Mal schreibe ich etwas, das Szene für Szene geplant ist und komme nicht dauernd ins Stocken, weil ich mich nicht entscheiden kann, wie es von dem Punkt aus weiter gehen soll. Ich habe auch ausprobiert, dass es mir hilft, an jedem Morgen zusätzlich zu notieren, was genau in der Szene passieren soll, die vor mir liegt. Dann kann ich schon mal kleine Konflikte und Wendungen skizzieren und das, was ich bereits einmal kurz durchdacht habe, schreibt sich anschließend so viel leichter.

Eigentlich hatte ich also einen guten Start. Die Szenen passten aneinander, ich kam nicht ins Stocken, irgendwas stimmte aber mit meiner Geschichte immer noch nicht. So am dritten Schreibtag dann teilte mir meine Hauptfigur endlich mit, warum sie die ganze Zeit handelt wie sie handelt. Das gab der Geschichte, an der ich so lange schon „herumgedacht“ hatte, endlich die Tiefe, die ich vermisst hatte. Damit hätte sich der NaNo also schon gelohnt. Ich hätte sozusagen aufhören können. Ziel erreicht. Das habe ich natürlich nicht, denn es gibt noch einen anderen Aspekt, der ganz wichtig ist: NaNo macht nämlich Spaß!

Es macht Spaß, zu sehen, wie der Strahl auf der Anzeige mit den geschriebenen Wörtern Tag für Tag länger wird. (Hey, ich habe die 30.000 geknackt!) Und es macht Spaß, fertig zu werden. Jeden Tag. Wenn der Balken für die Wörter an dem jeweiligen Tag grün ist, kann ich Tee trinken und ohne schlechtes Gewissen etwas anderes machen. Und trotzdem schreibe ich auf magische Weise schneller, als ich sonst geschrieben habe. Ob das an den „Pep-Talks“ liegt, den aufmunternden Texten, die erfolgreiche Autoren für uns NaNos geschrieben haben? Heute war wieder einer in meinem NaNo-Briefkasten. Oder liegt es an dem Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein? Vielleicht sind es auch die roten Herzchen, die mir meine jüngste Tochter für jeweils geschriebene 1000 Wörter in mein extra angelegtes NaNo-Heft klebt. Ich weiß es nicht. Aber es funktioniert.

Ein Problem habe ich nur. Ich habe vor lauter Begeisterung so schnell geschrieben, dass ich jetzt schon, nach etwas über 30.000 Wörtern, eigentlich am Ende meiner Geschichte angelangt bin. Die restlichen Wörter muss ich dann wohl zwischen das quetschen, das ich schon geschrieben habe. Die Maxime: „Weiter schreiben, nicht überarbeiten!“ funktioniert für mich also NICHT. Denn wenn ich das lese, was ich da in den Tagen zuvor geschrieben habe, stelle ich fest, dass wirklich ganze Sätze fehlen. Die habe ich wohl irgendwie beim Schreiben gedacht aber leider nicht aufgeschrieben. Neue Wörter haben also noch ausreichend Platz.
So, das war es als kurzer Zwischenstand. Ich muss nämlich jetzt leider unbedingt meine Geschichte weiter schreiben. Dringend!
Liebe Grüße

Nora Melling alias Rosalina Rabenfeder

NaNoWriMo – Countdown

Schaffe ich eine Rohfassung für einen neuen Roman in nur einem Monat? Heute, am letzen Tag vor dem Start, sind auf www.NaNoWriMo.org fast 200.000 Menschen weltweit angemeldet, die sich im die gleiche Frage stellen.
letztes Mal habe ich von den Zetteln mit Szenen berichtet, die an meiner Zimmertür kleben. Sie kleben da übrigens immer noch, sie haben sich sogar vermehrt.
Nun bin ich schon einen großen Schritt weiter. Inzwischen habe ich von einer lieben NaNo-Mitstreiterin einen Planungs-Spreadsheet in Form von Ecxel-Tabellen als Planungshilfe gemailt bekommen. (Lieben Dank, falls du das hier liest, Steffi!) Meine Figuren haben dort bequem Platz genommen, mir mitgeteilt, welche Größe und Haarfarbe sie sich wünschen und wie sie zueinander stehen. Im Gegenzug habe ich in der nächsten Tabelle den Figuren verraten, welche Probleme sie zu lösen haben werden, wie sich ihre Beziehungen zueinander ändern und wer sich in wen verliebt. Bisher hat sich noch niemand beschwert. Eine meiner Figuren weigert sich allerdings bisher, über ihre Probleme zu reden. Ich habe ihr schon verschiedene Punkte in meiner Szenenfolge (nocheine Tabelle) angeboten, aber nichts davon gefällt ihr. Ich glaube, sie schämt sich. Vielleicht kann ich sie im Laufe des Schreibprozesses überreden, wenn sich die anderen Figuren nach und nach offenbaren, wird sie schon irgendwann reden.

Womit wir beim Schreiben wären. Genau gesagt, beim schnell und viel schreiben, denn in meinem bisherigen Tempo schaffe ich die 50.000 Wörter in 30 Tagen sicher nicht. Dazu habe ich mir das eBook „2k to 10k. Writing Faster, Writing Better, and Writing More of What You Love” von Rachel Aaron gekauft. 10.000 Wörter pro Tag, das würde ich auch gerne schaffen – dann hätte ich mein NaNo-Ziel in fünf Tagen erreicht! Es wäre schon schön, wenn ich die 2.000 Wörter schreiben könnte, die bei Rachel Aaron der Ausgangswert sind. Inzwischen habe ich ihr Buch zweimal durchgelesen. Ihre Tipps sind offenbar auch für Schreibschnecken anwendbar, also sind es wirklich gut angelegte 89 Cent. Die Haupterkenntnis für mich ist, dass man offenbar wirklich wesentlich schneller schreibt, wenn man vorher weiß, was man schreiben will. Und das weiß ich ja jetzt.

Nanaowrimo Countdown1Okay, als mache ich noch schnell eine Checkliste vor dem Start.
Ich habe einen Plot, Einen Szenenplan, Eine Übersicht über meine Personen. Außerdem habe ich ein Heft, in das ich meine Schreibfortschritte eintragen kann und sogar Aufkleber, mit denen ich mich belohnen kann, wenn ich brav mein Scheibpensum erreiche. Für 1.000 Wörter gibt es ein Herzchen und einen Marienkäfer für das erreichen des Tagespensums.
Dazu eine Schachtel mit meinem Lieblingstee. Musik ist auf dem Computer gespeichert.

Noch ein paar Stunden bis Nano.

 

 

NaNoWriMo 2013

Die Schattenblüten Trilogie ist abgeschlossen, der letzte Band liegt in den Buchläden und Lagern der Online -Shops. Jahrelang habe ich Luisa und Thursen auf ihrem Weg durch die Wälder Berlins begleitet, ihre Verwandlungen und Rückverwandlungen mitgemacht, mit ihnen geliebt und gelitten, durch ihre Augen gesehen, was es heißt, ein Werwolf zu sein.

Und jetzt?

 

Zeit mit etwas ganz Neuem zu beginnen. Zeit, neue Figuren kennenzulernen, neue Schauplätze zu erkunden und eine neue Jahreszeit: Meine nächste Idee spielt nämlich im Sommer. Ich würde gerne so schnell wie möglich eine Rohfassung schreiben, um zu sehen, ob meine Idee überhaupt so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe.

Also muss ich schreiben, schnell und viel. Zum Glück muss ich das nicht allein tun, denn im nächsten Monat ist November. Und hier kommt der NaNoWriMo ins Spiel.

NaNoWriMo. National Novel Writing Month, der Nationale-Roman-Schreib-Monat, der schon lange nicht mehr national ist. Entstanden ist er im Jahr 1999 in den USA. In diesem Jahr sind weltweit bereits über 100.000 Menschen angemeldet, die im November „ihren“ Roman mit mindestens 50.000 Wörtern schreiben wollen. Bis zum Start werden es über 300.000 Schreiber in der ganzen Welt sein. Den ganzen November über werden die geschriebenen Wörter gezählt. Wer die 50.000 schafft, gewinnt. Und ich nehme teil in diesem Jahr.

Wie wird es sein, vom ersten November 2013 0.00 Uhr an Tag für Tag mindestens 1600 Wörter zu schreiben? 50.000 Wörter in einem einzigen Monat. Schafft man das? Schaffe ICH das?
50000 Wörter in einem Monat ist wirklich viel. Zum Vergleich: Für meinen letzten 100.000 Wörter Schattenblüte-Band hatte ich fast eineinhalb Jahre Zeit.
Aber ich bin ja nicht allein. Da sind nicht nur die Menschen im Internet. Auch hier in Berlin hat sich mittlerweile auch schon eine Gruppe NaNos im ganz realen Leben getroffen, die das Risiko gemeinsam angehen wollen.

Schreiben vor dem ersten November ist also nicht erlaubt, planen schon. Seit heute ist die Tür meines Arbeitszimmers mit gelben Klebezetteln tapeziert, auf die ich jeweils eine Szene meines neuen Projektes geschrieben habe. Was folgt worauf? Wer erklärt wem wann was? Es ist das erste Mal, dass ich diese Zettel-Plotten-Methode ausprobiere, und ich habe gleich beim Anheften festgestellt: Das muss alles ganz, ganz anders werden, als ich es mir ursprünglich gedacht habe. Weg mit dem Gekritzel aus dem Notizbuch. Wie gut, dass ich noch nicht losgeschrieben habe. Aber langsam kribbelt es mir schon in den Fingern.

NaNoWriMo, ich komme.

Liebe Grüße

Nora Melling, alias Rosalina Rabenfeder

Oktober 2013: Schattenblüte Die Erwählten ist erschienen

Die Wächter im Regal WebsiteInzwischen ist Schattenblüte Die Erwählten in den Buchläden angekommen. In Hamburg habe ich es in der Europa-Passage nicht nur im Regal mit den Fantasy-Titeln, sondern sogar auf dem Stapeltisch gesehen. Ist es nicht schön geworden, das Buch? Einerseits bin ich natürlich schrecklich stolz, so viele Seiten mit meinen Worten gefüllt zu haben. Anderseits macht es mich aber auch ein bisschen traurig, nicht mehr in den Wald zu Luisa und Thursen zurückkehren zu können, denn ihre Geschichte ist zu Ende erzählt. Auch wenn einem natürlich niemand verbieten kann, einfach weiter zu träumen.
Ich hoffe, ihr mögt die Geschichte.Die Erwählten Stapel - Website

September 2013: Leserunde bei LovelyBooks

Schattenblüte aus dem Umschlag kleinFrisch aus der Druckpresse erreichte mich gestern ein erstes Exemplar des Abschlussbandes der Schattenblüte – Trilogie. Es ist also höchste Zeit, eine Leserunde bei LovelyBooks zu starten!
Habt ihr Lust, mit mir zusammen „Schattenblüte Die Erwählten“ zu lesen?

Der Rowohlt Verlag stellt 25 Exemplare des Buchs zur Verfügung, und wenn alles so läuft wie geplant, können wir mit der Leserunde sogar schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin im Oktober starten.

Wer also von euch mit mir zusammen noch im September „Schattenblüte Die Erwählten“ lesen möchte, bewirbt sich bis zum Freitag, dem 13.September – nicht hier, sondern – bei LovelyBooks. Damit ich weiß, dass ihr es ernst meint und wirklich mitlesen möchtet, beantwortet dort bitte eine der beiden Fragen:

a) Was würdet ihr tun, wenn ihr zum Werwolf würdet und wüsstet, dass ihr euch verändert, ihr alles vergessen werdet und euch eure Vergangenheit langsam entgleitet?

b)  Was würdet ihr tun, wenn ihr erfahren würdet, dass ihr zu den Shinanim, den Engelskindern gehört? Ihr hättet dann immerhin die Fähigkeit, Flammen auf der Hand entstehen zu lassen. Doch eure Aufgabe wäre es, die Menschen zu leiten und zu schützen – auch vor den Werwölfen.

Am Freitag dem dreizehnten werde ich die Teilnehmer der Leserunde auslosen. Wenn die Bücher eingetroffen sind, starten wir.

Eine Leseprobe, die die ersten beiden Kapitel erfasst, gibt es hier.

Ganz wichtig: Alle, die nicht ausgelost werden, oder die, die sich nicht um ein Verlosungsexemplar bewerben möchten, sind herzlich willkommen, nach Erscheinungstermin des Buches zu der Leserunde dazu zu stoßen!

Die Vorab-Leseprobe ist online!

Manche haben es vielleicht schon gesehen: Der Rowohlt-Verlag stellte auf seiner Facebook-Seite in dieser Woche vier der Bücher vor, die im Oktober erscheinen werden. Von einem davon sollte die Leseprobe bereits in dieser Woche online gestellt werden. Die Leserinnen und Leser durften abstimmen, welche Leseprobe gewünscht wurde, und Schattenblüte Die Erwählten hat die Abstimmung mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Daher können jetzt alle, die möchten die ersten zwei Kapitel aus dem neuen Schattenblüten – Band lesen.
Viel Spaß dabei. Lasst euch noch einmal in den Wald entführen zu Thursen und Luisa!

Neues zu Schattenblüte. Die Erwählten – Juli 2013: Die Druckfahnen sind fertig

Juli, Sommermonat, Sommersonne. Die Druckfahnen für „Schattenblüte. Die Erwählten“ sind in der Post. So wie auf diesen Ausdrucken werden die Seiten im Buch einmal aussehen. Der Text ist hoffentlich okay, jetzt ist der Satz dran.

erwählten satz 2Zuerst mal muss ich mich um die „Hurenkinder“ kümmern. Hurenkinder nennt man die armen kleinen Zeilen, die so verloren dort unten auf der Seite stehen, wo der Text eigentlich schon zu Ende sein sollte. Aber auf die andere Seite gehören sie auch nicht, weil sie zum Beispiel die letzte Zeile eines Absatzes oder Dialogs sind. Also muss man irgendwo ein, zwei Wörter wegkürzen, damit Platz geschaffen wird und die kleine Zeile in den Buchblock rutschen kann.
Tja und dann habe ich doch tatsächlich auch nach dem soundsovielten Lesen Fehler gefunden. Einer war besonders doof: Wenn man in Berlin etwas in die Spree wirft, kann man es nicht ein paar Stunden später in der Havel finden. Die Havel fließt zwar in die Spree, aber eben nur gaanz langsam. Ich habe das bei Wikipedia nachgeprüft. Geht gar nicht. Also musste ich hier noch schnell umschreiben.
Auf eine Danksagung werde ich in diesem Band verzichten. Das bedeutet nicht, dass ich nicht sehr, sehr dankbar bin. Ohne meine Lieblingstestleserin und besonders ohne meine Lektorin/Redakteurin/Textgeburtshelferin wäre ich wie immer ziemlich aufgeschmissen gewesen. Dann hätte es wohl noch viel,viel mehr Fehler im Text gegeben. Oder es hätte mindestens ein Jahr länger gedauert, bis ich (hoffentlich) alle selbst gefunden hätte. Es wäre nur so gewesen, das sich die Danksagung sozusagen wiederholt hätte, weil wieder das gleiche Team geholfen hat wie bei „Schattenblüte. Die Wächter.“ Zusätzlich hat mir Anja, eine liebe Kirchenhistorikerin, meine Fragen über Engel beantwortet.

Jetzt bin ich nur noch gespannt, wie viel Seiten  Schattenblüte. Die Erwählten“ nun wirklich haben wird. Tatsächlich 400? Auf jeden Fall mehr als die 352, die immer noch im Internet angegeben werden. Auf jeden Fall wird der dritte Band wird der längste von allen dreien.
Ich bin gespannt und verabschiede mich in den Sommerurlaub, um neue Ideen für neue Bücher sammeln.